Die Corona-Pandemie verlangt den Limburger Bürgerinnen und Bürgern derzeit viel ab. Religionsgemeinschaften sind dabei besonders schwer betroffen. Das Recht auf freie Religionsausübung war seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland noch nie derart eingeschränkt wie in der heutigen Zeit. Nach Ostern und dem Pessachfest verändert Corona nun den islamischen Fastenmonat Ramadan. Das gemeinsame Fastenbrechen, die sozialen Begegnungen und das gemeinschaftliche Gebet in den Moscheen fallen für unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger dieses Jahr bedauerlicherweise aus. Aber gerade in dieser Zeit kann ein starker Glaube Halt und Orientierung geben.
Einige Städte und Gemeinden in Deutschland gewähren Muslimen daher ausnahmsweise den öffentlichen Gebetsruf. Auch in Limburg erklang der Gebetsruf erstmals für die Öffentlichkeit. Dies soll Muslimen Trost und Hoffnung spenden und ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts in unserer Stadt setzen.
Dass die Stadt Limburg ausgerechnet der kontroversen Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), die als Teil der Milli-Görüs-Bewegung unter anderem beim Landesamt für Verfassungsschutz Hessen aufgrund ihres fragwürdigen Staatsverständnisses unter Beobachtung steht, diese Möglichkeit einräumt, gibt uns Anlass zur Sorge.
Die Junge Union Limburg bedauert, dass die solidarische Geste in Form des öffentlich deklamierten Gebetsrufes aufgrund der Erteilung der Erlaubnis an eine umstrittene Organisation, wie der IGMG, in den Hintergrund rücken musste.
Die Entscheidung der Stadt Limburg wirft Fragen auf und sorgt bei vielen für Unverständnis. Des Weiteren ist nicht ausreichend geklärt, ob solch eine Genehmigung tatsächlich vorlag.

„Eine schnelle Offenlegung der Sache, um Vorurteilen entgegenzuwirken ist dringend notwendig“,

so der JU-Vorsitzende Nils Josef Hofmann. Deshalb fordern wir die zuständige Behörde zur baldigen Aufklärung der Sachlage.


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